Liebe Berufskollegin, lieber Berufskollege,

Eine Umfrage in Kollegen kreisen erbrachte als Ergebnis, dass jeder zweite Berufskollege sich eine eigenständige, berufsbezogene Gewerkschaft wünscht.

Seit Jahren warten wir auf eine solche Gelegenheit
– Zitat aus einem Interview

Seit dem 28. März 1992 gibt es die Kraftfahrergewerkschaft KFG. Mit Sitz der Bundesgeschäftsstelle in Bremen. Gegründet von Kraftfahrern für Kraftfahrer.

Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur im Arbeits- und Sozialrechtlichen Bereich, sondern vor allen Dingen auch im alltäglichen Berufsleben. Aus diesem Grund haben wir einen berufsbezogenen Fachausschuss gegründet, in dem langjährig tätige und erfahrene Kraftfahrer ihr Wissen und Können einsetzen, um so unseren Berufsstand wieder zu dem zu machen, was er einmal war:

"Kapitäne der Landstraße".

Deine Anliegen und Interessen werden durch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder vertreten, die noch heute aktive und erfahrene Kraftfahrer sind.

Wie gesagt, in der Kraftfahrergewerkschaft KFG vertreten aktive Kraftfahrer die Interessen der Kollegen. Somit ist auch garantiert, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter praxisorientierte Gewerkschaftsarbeit leisten. Dies ist immer wichtiger, denn nur der hauptberuflich tätige Kraftfahrer ist als Vorstandsmitglied der KFG in der Lage, gezielt auf die tatsächlichen Anliegen und Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen einzugehen und zu reagieren.

In Zeiten der Globalisierung genügt es aber nicht, nur zu reagieren. Es muss gehandelt werden! Dazu ist es unbedingt notwendig, neben den anstehenden Herausforderungen, wie z.B. aktuell die Auswirkungen der Autobahnmaut auf die Arbeitsplätze im deutschen Transportgewerbe oder die nationale Umsetzung der Richtlinie 2003/59/EG über die Grundqualifizierung und Weiterbildung der Fahrer usw. endlich eine gesellschaftliche und sozialrechtliche Anerkennung für den Kraftfahrer zu erreichen. Diese Anerkennung soll durch die dreijährige Berufsausbildung ermöglicht werden. In Gesprächen, Anhörungen und Verhandlungen mit den zuständigen Ministerien oder Angehörigen des Europäischen Parlaments oder des Deutschen Bundestages sowie Abgeordneten der Landtage können die notwendigen Weichen gestellt und manche Signale, die zur Zeit noch auf rot zeigen, auf grün umgestellt werden.

Bei den "Runden Tischen", wo Polizeibeamte, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem Transportgewerbe über die Themen Ladungssicherung, Parkplatznot oder die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten, ist auch die KFG mit Sitz und Stimme beteiligt. Fortschritte für die Berufsgruppe der Lkw-Fahrer sind nur zu erreichen, wenn wir uns aktiv beteiligen und so künftige Gesetzesvorhaben positiv für die Fahrer mitgestalten.

Arbeiten wir also gemeinsam für eine positive Zukunft des Kraftfahrers.


Kraftfahrergewerkschaft KFG
- im Christlichen Gewerkschaftsbund CGB -
der starke Anwalt der Kraftfahrer

Unsere bisherigen Erfolge können sich sehen lassen:
Wir haben Verfahren anhängig gemacht
- bei Berufsgenossenschaften
- bei Rentenversicherungsträgern
- Kündigungsschutzverfahren
- Schwerbehindertenangelegenheiten
- Arbeitsgericht und Arbeitsrechtsschutzverfahren

 

Das wollen und müssen wir erreichen:
1. Anhebung der niedrigen Lohngruppen, die oft unter denen eines Hilfsarbeiters liegen.
2. Einstufung des Berufskraftfahrers im Lohnsystem als Facharbeiter
3. Überschaubare Lenk- und Ruhezeiten für alle beruflich tätigen Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer innerhalb Europas
4. Umsetzung des bestehenden Be- und Entladeverbotes für das Fahrpersonal
5. Verträgliche Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal
6. Mitspracherecht bei Gesetzen und Verordnungen in Deutschland und der EU
7. Einhaltung der 3-jährigen Fachausbildung und fachliche Weiterbildung für alle gewerblich tätigen Kraftfahrer, und deren zukünftige soziale Absicherung
8. Neueinsteiger nur noch als Berufskraftfahrer
9. Entlohnung des gesamten Personals entsprechend ihrer Qualifikation
10. Lebensarbeitszeit für das langjährig tätige Fahrpersonal kürzen, da durch unregelmäßige Schichtzeiten und zu lange Arbeitszeiten Gesundheitsschäden vorprogrammiert sind. Einführung von Lebensarbeitszeitkonten unter Anwendung eines Altersteilzeitgesetzes auch für Kraftfahrer.