Was mache ich richtig, wenn mir mein Arbeitgeber kündigt?

von Robin Harrison (Kommentare: 0)

Das ist eine unerfreuliche aber immer wieder auftauchende Frage, denn es muss gut überlegt sein wie wir als Arbeitnehmer darauf reagieren.Wichtig für uns ist, wenn mein Arbeitgeber mir arbeitgeberseitig Kündigt darf diese nicht unter einer wie auch immer formulierten Bedingung ausgesprochen werden. Und ja, diese Kündigung bedarf der Schriftform und nein per Fax oder über andere elektronische Wege ist diese unwirksam.

Und dann kommen wieder die so (wirklich unwichtigen?) Gewerkschaften positiv für die Arbeitnehmer zum tragen, denn zusätzlich kann in den Arbeitsverträgen oder auch Tarifverträgen wichtige Angaben von Kündigungsgründen vereinbart worden sein die erst die Grundvoraussetzung für eine Kündigung sein müssen! Zu beachten ist das bei einer Kündigung (außerordentlich) bei bestehenden Berufsbildungsverhältnissen nach Ablauf der vereinbarten Probezeit die Angaben der ausgesprochenen Kündigungsgründe geboten sind.

Sollte einer Mitarbeiterin während ihrer Schwangerschaft ausgesprochen werden müssen die Kündigungsgründe verpflichtend ebenfalls genannt werden!

Und wie immer spielt der Faktor der Zeit einen nicht zu unterschätzende Rolle!

Natürlich muss uns dem Gekündigten diese Kündigung rechtzeitig erreicht haben. Und beachtet unbedingt auf den wirksamen Zugang! Was bedeutet Zugang? Es bedeutet das eine Kündigung nach der geltenden Rechtsprechung dann als zugegangen gilt, sobald sie im Briefkasten des Arbeitnehmers liegt oder auch anderweitig in seinen Machtbereich gelangt ist. Dazu hier ein Urteil des Bundesarbeitsgericht das euch helfen kann (BAG, Urteil vom 16.03.1988 , 7 AZR 587/87).

Nun stellen wir als betroffene Arbeitnehmer aber fest das vom Arbeitgeber genannten Kündigungsbegründungen nicht der Wahrheit entsprechen was können wir dann tun? Oder besser was sollten wir dann tun? Nun als Mitglied der Fachgewerkschaft der KFG ist es einfach so dass wir euch natürlich mit voller rechtlicher Unterstützung zur Seite stehen.Denn wir haben entsprechend dem KschG (Kündigungsschutzgesetz) den § 5 der eine längere Frist einräumt. Dies bezieht sich schon einmal darauf das ihr in der Zeit der postalischen Zustellung etwa in Urlaub gewesen seit und da kann man euch ja keinen Schuld dazu anheften.

Eine am Ende wirksame Kündigung enthält so viele Stolpersteine , dass wir diese hier nicht alle aufzeigen können . In der letzten Zeit hatten wir einige Fälle in denen wir aktiv und Erfolgreich unseren Kollegen erfolgreich in derartigen Fällen zur Seite stehen konnten. Wir wünschen euch keine derartigen Hammerschläge im Arbeitsleben und wünschen euch immer eine gute Fahrt und Heimkehr.

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