Der Chef will keinen Betriebsrat, sagt er!

von Reinhard Aßmann (Kommentare: 0)

Nun wenn wie in einem vorliegenden Fall der Arbeitgeber sagt er will keinen Betriebsrat in seinem Unternehmen installiert sehen, so ist das seine Meinung die wir dann als Arbeitnehmer ruhig zur Kenntnis nehmen können. Sofern Ihr eingetragene Mitglieder in unserer Gewerkschaft seit oder bei unseren Kollegen der anderen Christlichen Gewerkschaften, steht Euch in einem solchen Fall natürlich die volle Unterstützung durch unsere versierten Juristen und aktiven Gewerkschaftssekretäre zur Verfügung!!!!

So ein argumentierender Arbeitgeber macht es sich zu einfach, wenn er meint, damit die legitime Interessenvertretung durch solche eigenen Aussagen verhindern zu können. Die Vergangenheit (die Kraftfahrergewerkschaft gibt es seit 29 Jahren) hat uns gezeigt, dass Ihr mit unserer Hilfe sehr wohl ans Ziel gekommen seid. Realität ist zugleich, dass es Nervenzehrend sein kann!

Natürlich und das ist Fakt, habt Ihr das Recht einen Betriebsrat zu gründen, egal ob er es für angemessen hält oder nicht. Gegenfrage, hat man Euch auch das Recht eingeräumt zu verlangen das der Arbeitgeber in dem entsprechenden Verband und Tarifgebunden auch Mitglied ist? Der Arbeitgeber hat sein Recht auf Unternehmerische Freiheiten die ihm auch nach Artikel 16 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zugestanden werden. Uns ist nicht zu Ohren gekommen das Unternehmer auf diese ihre Rechte verzichten wollen!

Und wir nehmen uns die Freiheit unser Recht auf eine Interessenvertretung wie wir alle sie vom Gesetzgeber zugestanden bekommen haben mit den entsprechenden gesetzlichen Möglichkeiten für Euch, wenn es sein muss durchzusetzen. In diesen Zusammenhang möchten wir noch einmal auf den § 18 des AGG hinweisen:

§18 Mitgliedschaft in Vereinigungen
(1) Die Vorschriften dieses Abschnitts gelten entsprechend für die Mitgliedschaft oder die Mitwirkung in einer
1. Tarifvertragspartei,
2. Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören oder die eine überragende Machtstellung im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich innehat, wenn ein grundlegendes Interesse am Erwerb der Mitgliedschaft besteht, sowie deren jeweiligen Zusammenschlüsse.

(2) Wenn die Ablehnung einen Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot des § 7 Absatz 1 darstellt, besteht ein Anspruch auf Mitgliedschaft oder Mitwirkung in den in Absatz 1 genannten Vereinigungen.

Somit, liebe Kolleginnen und Kollegen, habt Ihr die Möglichkeit Euch zu entscheiden, wie Ihr den Weg zu einem Betriebsrat beschreiten wollt.

Teilt es uns gerne mit, wenn Ihr Möchtet das wir den Weg gemeinsam gehen sollen!

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