Gibt es eine Sonderregelung für Fahrten mit einer Fähre?

Ja!
Diese Sonderregelung ist in der VO (EG) Nr. 561/2006 im Artikel 9 festgeschrieben.

Zitat:
Legt ein Fahrer, der ein Fahrzeug begleitet, dass auf einem Fährschiff oder mit der Eisenbahn befördert wird, eine regelmäßige tägliche Ruhezeit ein, so kann diese Ruhezeit abweichend von Artikel 8 der VO (EG) Nr. 561/2006 höchstens zwei Mal durch andere Tätigkeiten unterbrochen werden, deren Dauer insgesamt 30 Minuten nicht überschreiten darf.

Begleitet ein Fahrer ein Fahrzeug auf einer Fähre oder einem Zug und legt er dabei eine regelmäßige tägliche Ruhezeit ein, kann es erforderlich sein, dass Fahrzeuge während dieser Ruhezeit zur Verladung zu bewegen sind.

Aus Sicht der europäischen Gesetzgeber ergeben sich unter Berücksichtigung sowohl der praktischen Durchführbarkeit als auch der Verkehrssicherheit keine abträglichen Auswirkungen auf einen Fahrer, wenn er eine regelmäßige Ruhezeit unterbrechen muss, unter der Bedingung, dass die zwei Unterbrechungen insgesamt eine Stunde nicht überschreiten.

Zu beachten ist, dass nur eine regelmäßige tägliche Ruhezeit (also 11 Stunden oder 3 Plus 9 Stunden) unterbrochen werden dürfen, nicht die reduzierte tägliche Ruhezeit von neun Stunden.


Mit kollegialem Gruß
der gesamte Landesvorstand der KFG/NRW

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2014 von Volker Schierenberg.

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